Ökopflaster
Inhalt
- Allgemeines
- Grundlagen für eine Ökopflasterfläche
- Problem Ökopflaster
Allgemeines
Eine Öko-Pflasterfläche wird nach dem Merkblatt für wasserdurchlässige Befestigungen von Verkehrsflächen geplant und ausgeführt. Eine Öko-Pflasterfläche widerspricht dem Straßenbaugrundsatz, Wasser aus der Konstruktion herauszuhalten.
Man unterscheidet folgende Pflastersysteme.
- Haufwerksporige Betonsteine
- Pflaster mit Sickeröffnungen
- Pflaster mit umlaufenden Fugen
Das Niederschlagswasser wird direkt durch die Pflasterdecke und Tragschicht abgeleitet.
Grundlagen für eine Ökopflasterfläche
Für die Planung und Ausführung einer Ökopflasterfläche sind folgende Punkte zu beachten.
- Geringe Verkehrsbelastung, Bauklasse V und VI möglich
- Flurabstand ≥ 2,0 m
- Kein Einsatz von Streusalzen erlaubt
- Eine versickerungsfähige Pflasterdecke dient nicht als Entwässerungssystem. Sie reduziert lediglich den Oberflächenabfluss
Fuge
Bei der Wahl des ungebundenen Fugenmaterials muss darauf geachtet werden, dass die Filterstabilität gegenüber der Bettung gewährleistet ist.
Bettung
Als Bettungsmaterial wird Splitt 2/5 mm oder ein Brechsand-Splitt-Gemisch 0/8 mm empfohlen. Die Wasserdurchlässigkeit ist im Einzelfall nachzuweisen. Bei einem Brechsand-Splitt-Gemisch ist der Feinkornanteil stark zu beschränken.
Tragschicht
Für die tragenden Schichten ist bei Ausführung in ungebundener Bauweise der Feinkornanteil so zu reduzieren, dass die geforderte Wasserdurchlässigkeit des Gemisches erzielt wird. Bei gebundenen Tragschichten sind die Vorgaben des Merkblattes für wasserdurchlässige Befestigungen von Verkehrsflächen einzuhalten.
Problem der Ökopflasterfläche
Die Versickerungsfähigkeit nimmt sehr stark ab, weil sich im Laufe der Nutzungsdauer die Porenräume durch Schmutzstoffe (Abgase, Blütenstaub, etc.) zusetzen.
Als Planungsgrundlage wird im allgemeinen eine Wasserdurchlässigkeit von 540 l/s*ha für die tragenden Schichten gemäß dem Merkblatt für wasserdurchlässige Befestigungen von Verkehrsflächen gefordert.