Grundlagen für die Ausführung von Pflasterdecken und Plattenbelägen
Im folgenden werden Grundlagen für die Ausführung von Pflasterdecken und Plattenbelägen für den Straßen- sowie Garten- und Landschaftsbau zur Vermeidung von Schäden erläutert.
Überblick
- Begriffe
- Aufbau einer Pflasterdecke
- Regelbauweisen
- Planungsgrundlagen
Beginnen wir mit der Erklärung einiger Begriffe.
- Pflasterdecke
- Besteht aus den Komponenten Stein, Fuge und Bettung.
- Unterlage
- Unter der Bettung liegende Schichten.
- Oberbau
- Alle Komponenten des Aufbaus bei einem Einschnitt.
- Unterbau
- Begradigte Aufbaufläche für die tragenden Schichten, das Erdplanum.
- Tragschicht
- Unter der Bettung liegende Schichten.
- Tropfkanten
- Flächen unter Traufen und Vordächern.
Aufbau einer Pflasterdecke
Aufbau einer Pflasterdecke
- Nur eine ungebundene Fugenfüllung auf ungebundener Bettung und ungebundener Tragschicht ist eine Regelbauweise.
- Eine gebundene Fugenfüllung auf gebundener Bettung und gebundener Tragschicht ist keine Regelbauweise.
- Andere Kombinationen sollten nur ausgebildet werden, wenn positive Erfahrungen vorliegen.
Einerseits soll im Straßenbau grundsätzlich das Eindringen von Wasser in die Konstruktion vermieden werden, andererseits ist die Verkehrsflächenbefestigung mit Pflaster und Plattenbelägen wasserdurchlässig zu konzipieren (Fuge, Bettung und Tragschicht), damit eintretendes Wassers (seitlich eindringendes Wasser, Regen o.ä.) sicher abgeleitet werden kann bzw. bei Frost durch Volumenzunahme des Wassers kein Schaden entsteht. Im Gegensatz zu einer Oberflächenbefestigung aus Asphalt oder Beton besitzen Pflasterflächen größere Fugenanteile, die das Eindringen von Wasser erhöhen. Deswegen ist es dringend erforderlich, auch die gebundene Bauweise wasserdurchlässig zu planen.
Es ist ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass eine gebundene Konstruktion, speziell die Fugenfüllung, hohen thermischen Beanspruchungen unterliegt. Das Auftreten von Rissen und dadurch entstehende Schwachstellen der Konstruktion sind unvermeidbar, so dass die Bettung und darunterliegenden Schichten das Wasser schadlos aufnehmen müssen.
Bei gebundener Bauweise sind Dehnungsfugen zwangsläufig zum Spannungsabbau erforderlich; sie können aber auch nachträglich je nachdem wo die Risse auftreten angelegt werden.