Bettung
Inhalt
- Allgemeines
- Bettungsdicke
- ungebundene Bettung
- gebundene Bettung
Allgemeines
Die fachgerechte Ausbildung der Bettung ist sehr wichtig, da sie Grundlage für die sichere Lastabtragung ist. Sie muss einerseits Vertikalkräfte durch das Gewicht der Fahrzeuge aufnehmen, andererseits muss sie die als Horizontalkräfte auftretenden Bremskräfte als Scherkräfte aufnehmen. Zudem ist das eintretende Wasser schadensfrei an die Tragschicht weiterzugeben.
Um die oben beschriebenen Anforderungen erfüllen zu können, ist es von großer Bedeutung, die geforderten Bettungsdicken einzuhalten.
Folgende Bettungsdicken im verdichteten Zustand sind zulässig.
| Beton- und Klinkerpflaster |
Großpflaster |
Kleinpflaster |
Mosaikpflaster |
| 3 bis 5 |
4 bis 6 |
3 bis 4 |
2 bis 4 |
Zulässige Bettungsdicken [cm]
Als Bettungsmaterialien sind gemäß DIN 18318, ZTV Pflaster-StB 06
sowie der TL Pflaster-StB 06 Baustoffgemische 0/4, 0/5, 0/8 oder 0/11 zu
verwenden. Hinsichtlich des maximalen Feinanteils ist die Kategorie UF5
einzuhalten.
Zudem muss die Filterstabilität nach ZTV Pflaster-StB 0600 erfüllt
sein. Es ist anhand der Körnungslinie nachzuweisen, dass das
Fugenmaterial nicht in die Bettung und das Bettungsmaterial nicht in die
Tragschicht rieselt.
Das Problem Splitt
Einerseits ist damit zu rechnen, dass aufgrund der
engen Fugen (kleine Korngröße des Fugenmaterials) in das Bett rieselt.
Dadurch muss ein ständiges Nachsanden erfolgen. Andererseits kann das
Material unter Verkehrslast und Frost-Tausalz-Belastung zertrümmert werden
und die Wasserdurchlässigkeit mindern bis ganz verhindern.
Gebundene Bettung
Der Gebrauch von werkseitig hergestellten Trockenmörteln ist bei der
Bettung noch nicht weit verbreitet. Meistens werden entweder
Baustellenmörtel oder Mörtel eines Transportbetonwerkes mit erdfeuchter
Konsistenz verwendet. Dieses Betungsmaterial hydratisiert i.d.R. nicht
vollständig und weist keinen ausreichenden Frost- und Tausalzwiderstand
auf.
Es ist zu empfehlen, einen dränfähigen bzw. wasserdurchlässigen
Bettungsmörtel gemäß dem Arbeitspapier
Flächenbefestigungen mit Pflasterdecken und Plattenbelägen in gebundener
Ausführung zu verwenden.Link
zum FGSV Verlag
Bei der Ausführung sollte ein Fachmann vor Ort anwesend sein,
da bei der gebundenen Bettung eine Unmenge an Fehlern gemacht werden
können.